GeoTechnikum Bochum erhält 11 Millionen Euro Förderung

geschrieben am 21. Januar 2009; Autor: juliane 
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Rund 11 Millionen Euro wird das Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen in den kommenden vier Jahren in die Errichtung des GeoTechnikums auf dem Universitätscampus in Bochum investieren. Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre beim Ausbau der Erdwärmenutzung, sollten nun auch in deutlich größeren Tiefen liegende Geothermiepotentiale nutzbar gemacht werden können, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben. „Die dazu erforderlichen Technologien sollen im Geo­Technikum Bochum ab sofort weiter entwickelt, erprobt und für die Anwendung vorbereitet werden“, sagte sie weiter.

Das Geld wird neben dem Aufbau der Infrastruktur hauptsächlich für die notwendige Spezial-Bohrtechnik (Coiled-Tubing) eingesetzt werden. Hiermit können auch in Tiefen von mehr als 1000 Metern Potentiale erschlossen werden. Entwickelt wurde sie in den USA für die Erdgas- und Erdölförderung. Für die Erdwärmenutzung will das GeoTechnikum eng mit der Industrie und hier vor allem mit Bohr- und Bergbauzulieferern zusammenarbeiten. Das Ziel ist die Versorgung auch großer Siedlungs- und Gebäudekomplexe mit Erdwärme.

Der Geologische Dienst hat ein geothermisches Informationssystem für das Ruhrgebiet erstellt. Mit Hilfe dieses Systems können Erdwärmepotentiale in bis zu 5000 Metern Tiefe nachgewiesen werden. Aufgabe des GeoTechnikum in Bochum wird nun sein, die Nutzung dieser Potentiale alltagstauglich umzusetzen und neue Technologien hierfür zur Marktreife zu führen.


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