Erdwärme im Aufschwung
Das Örtchen Meerbusch in Nordrhein-Westfalen ist ein Mekka für Erdwärme-Spezialisten. Aufgrund seiner geothermischen Eigenschaften ist Meerbusch der ideale Ort für Erdwärme-Forschung. Darum gibt es in der Nähe, in der Stadt Willich, ein “Kompetenzzentrum Geothermie”, in dem sich Interessierte in einer wöchentlichen Sprechstunde zum Thema informieren können. In einem Interview sprach der Diplom-Geologe Markus Himml über die Vorteile der Erdwärme, ihre Kosten und den Erdwärme-Boom in Deutschland. Ein sehr interessantes Gespräch, wie ich finde.
Unter anderem betont Himml dort, dass Erdwärme fast überall genutzt werden kann, auch wenn die Bedingungen nicht so optimal wie in Meerbusch sind. Auch würden die Kosten heute überschaubar bleiben, weil die Technik sich in den letzten Jahren optimiert habe. Er weist jedoch darauf hin, dass vor dem Einbau einer neuen Wärmepumpe zuerst die Wärmedämmung verbessert werden sollte.
erneuerbare Energien - Motor der deutschen Wirtschaft
Erneuerbare Energien made in Germany sind eine Erfolgsgeschichte. Trotz Finanzkrise wird der Markt der erneuerbaren Energien, sowie auch der Maschinenbau aus Sicht des deutschen Mittelstandes sich weiter erfolgreich entwickeln. Thorsten Herdan, energiepolitischer Sprecher des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau fasst die Sichtweise des deutschen Mittelstandes so zusammen:
Die Mittelständler sind das Rückgrat des deutschen Maschinen und Anlagenbaus, der gleichzeitig die Basis für die Branche der Erneuerbaren Energien ist. Daher verwundert es nicht, dass der deutsche Mittelstand die Zukunftsbranche der Erneuerbare Energien mit dem Maschinenbau gleichsetzt und als Motor der deutschen
Wirtschaft bezeichnet, also als Zugpferd der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung.
Zufrieden mit der derzeitigen Spitzenposition zeigt sich auch Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien:
Der Vorsprung deutscher Technologien zur Nutzung regenerativer Energien macht sich auf dem Weltmarkt bezahlt und generiert Wirtschaftswachstum in Deutschland.
In einer representativen Umfrage unter 1000 Führungskräften der deutschen Wirtschaft und mittelständischen Unternehmern sehen 96,1 Prozent die erneuerbaren Energien als Wachstumsmarkt.

Erneuerbare Energien werden also auch für die zukünftige Entwicklung der deutschen Wirtschaft eine entscheidende Rolle spielen. Neue Berufsfelder entstehen und damit neue Arbeitsplätze.
Erneuerbare Energien sind der Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft
Jedes Jahr entstehen neue Firmen. Die Branche wächst exponentiell. So konnte sich der Umsatz gegenüber dem Jahr 2005 um kanpp 20 Prozent auf ca. 22. Mrd. Euro steigern. Das sind beeintruckende Zahlen. Und seit 2004 sind die Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien um ca. 36 Prozent gestiegen. Wärmepumpen und Solaranlagen sind nur einige der Technologien die die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs halten werden. Durch die gezielte Förderung der erneuerbaren Energien wird also nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch die deutsche Wirtschaft gestärkt.
Grüne für 100% erneuerbare Energien
Wir als Dienstleister für erneuerbare Energien sind ja in vielfältiger Form von der Politik abhängig. Fördert die Bundesregierung erneuerbare Energien mit entsprechenden Förderprogrammen profitieren wie unmittelbar von der besseren Auftragslage. Die Grünen haben sich nun in einer Erklärung für 100% erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 ausgesprochen. Damit hat die Partei sich wieder als Vorreiter der ökologischen Bewegung positioniert. Die Erklärung lautet:
Europa hat sich verpflichtet alles zu tun, dass die globale Erwärmung auf 2° begrenzt wird. Dafür muss der CO2-Ausstoss der Welt halbiert werden. Für Europa heißt dies, 80% Reduktion bis 2050. Spätestens dann müssen wir 100% unserer Energie erneuerbar bereitstellen.
Wir streben an, dieses Ziel bereits 2040 zu erreichen. Deshalb werden wir uns anstrengen, Strom 2030 komplett erneuerbar zu erzeugen.
[via: sonnenseite.com]
Energiepreissteigerungen für erneuerbare Energien kein Problem
Wer heute sein Haus noch mit einer herkömmlichen Heizungsanlage beheizt gibt mittlerweile für ein 150qm2 großes Einfamilienhaus gut 1000 Euro mehr im Jahr für Heizkosten aus als noch vor 5 Jahren. Gut wer frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt hat und auf erneuerbare Energien wie z.B. eine Wärmepumpe gesetzt hat. Denn diese erneuerbaren Energien sind so gut wie gar nicht durch die aktuellen Preissteigerungen für Energien betroffen.
Was sollte man als Hauseigentümer also tun. Prüfen Sie ob ihre Heizungsanlage nicht durch erneuerbare Energien ersetzt werden sollte. Der Staat fördert dies sogar mit entsprechenden Förderprogrammen zu erneuerbaren Energien. Als Alternativen zur Heizungsanlage stehen verschiedene Systeme zur Auswahl. Neben den Wärmepumpen gibt es z.B. noch die Holzpelletheizungen. Solarwärme kann die Heizungsanlage zusätzlich unterstützen. Aber auch eine gute Wärmedämmung trägt entscheidend zum Senken der Heizkosten bei.
Weitere Informationen welche Alternativen zur herkömmlichen Heizungsanlage noch möglich sind finden Sie hier.
Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2007/2008
Das Bundesumweltministeriums (BMU) forscht beständig an “erneuerbaren Energien”. Die aktuellen Forschungsprojekte werden nun im Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2007/2008 beleuchtet. 2007 wurden vom BMU 430 Projekte mit 60 Millionen Euro gefördert. Der Projektträger Jülich betreut im Auftrag des BMU wesentliche Förderschwerpunkte wie Windenergie, Geothermie, Photovoltaik und Solarthermie. Die vom Projekträger herausgegebene Publikation umfasst neben dem Buch auch eine CD-Rom. Hier kann bequem nach Förderkennzeichen, Personen, Themen und weiterführenden Links gesucht werden.
Das Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2007/2008 wird an Forschungseinrichtungen und Hochschulen kostenlos abgegeben. Unter www.forschungsjahrbuch.de gibt es die Onlineversion.
mit menschlicher Wärme heizen
Jeder Mensch erbringt eine Heizleistung die in etwa der einer 60 Watt Glühlampe oder einer Kerze entspricht (wikipedia). Warum diese Heizleistung nicht nutzen? Zum Beispiel um ein Bürogebäude zu heizen. Genau dies soll jetzt in Schweden realisiert werden. In Stockholm entsteht gerade ein Bürogebäude, welches dann durch menschliche Fernwärme beheizt werden soll. Den Plan dafür hatte die schwedische Immobilienverwaltung “Jernhuset”. Doch woher soll die Wärme für das 13-stöckige Bürogebäude kommen.
Hier möchte man die täglichen Menschmassen im Stockholmer Hauptbahnhof nutzen. Täglich halten sich ca. 250.000 Menschen im Bahnhof auf. Die von den Menschen abgestrahlte Wärme soll über ein ausgeklügeltes Lüftungssystem eingesammelt werden. Die Wärme wird zum erhitzen von Wasser genutzt, welches dann an das Bürogebäude weitergeleitet wird. Mit dieser genialen Idee möchte man 20 Prozent der Heizkosten sparen. Und die Investitionskosten in Höhe von 21.200 Euro sind zudem auch sehr gering. Wenn das Projekt erfolgreich ist, denke ich, dass es so einige Nachahmer finden wird.
[via: blog.toptarif.de]
EEG Kosten und Nutzen
Das EEG (erneuerbare Energien Gesetz) bringt mehr Nutzen als Kosten. Belegt wird dies durch eine Grafik die energynet.de beim Sonnenflüsterer gefunden hat. Demnach sind zwar für erneuerbare Energien Beschaffungsmehrkosten in Höhe von 3,2 Mrd. Euro für das Jahr 2006 zu verzeichnen, jedoch werden diese wieder durch die sinkenden Großhandelspreise in Höhe von 5 Mrd. Euro mehr als wett gemacht.
Als Beispiel führt der Sonnenflüsterer ein einfaches Szenario an. Wird an einem windreichen Tag besonders viel Strom aus Windenergie erzeugt fallen an den Strombörsen die Preise. Ein Gutes hat der Ausbau der erneuerbaren Energien zudem. So konnte durch den Ausbau der erneuerbaren Energien die Kosten für den Import fossiller Brennstoffe um ca. 1 Mrd. Euro verringert werden. Erneuerbare Energien sind also auch aus Kostensicht ein riesiger Nutzen für die Volkswirtschaft.
Anbaufläche nachwachsender Rohstoffe in Deutschland
Wie die Grafik verdeutlicht hat sich gegenüber 2007 die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe nicht weiter erhöht. Damit werden in Deutschland ca. 2 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche zum Anbau nachwachsender Rohstoffe genutzt. Dabei entfallen ca. 17 Prozent auf den Anbau von Energie- und Rohstoffpflanzen. Die landwirtschaftliche Anbaufläche für Raps für die Biodieselproduktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um 120.000 Hektar verringert. Um 100.000 Hektor, nach voraussichtlicher Schätzung durch FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.), zulegen konnte dagegen der Anbau von Rohstoffen für die Biogasanlagen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fnr.de.
Deutschen Solarpreise 2008 vergeben
Am 18. Oktober hat die EUROSOLAR e.V., die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, in Bonn die Deutschen Solarpreise 2008 verliehen. Bei den Deutschen Solarpreise 2008 wurde Preise in 7 Kategorien vergeben. Die Preisträger haben sich um die Nutzung Erneuerbaren Energien verdient gemacht. Die Preisträger sind hier aufgelistet.
deutsche Eigenheime verbrauchen zuviel Energie
In deutschen Eigenheimen besteht noch viel Modernisierungsbedarf, denn noch immer verbrauchen Sie zuviel Energie. Das ist das Ergebnis eines DEKRA Marktberichts. Dabei wurden 4.000 Bewertungen von Einfamilienhäusern statistisch ausgewertet. Der Geschäftsführer der DEKRA Real Estate Expertise, Lothar Kreutz erklärte dazu:
Viele Einfamilienhäuser in Deutschland entsprechen nicht den heutigen energetischen Anforderungen. Es besteht ein hoher Investitionsbedarf insbesondere bei der Heizungstechnik und der Wärmedämmung, um diese Objekte energetisch fit zu machen.
Dabei gibt es viele Möglichkeiten der energetischen Sanierung und die Kosten dafür rechnen sich bei den heutigen Energiepreisen allemal. Dazu muss man sein Haus noch nicht einmal zum Passivhaus umbauen. Oftmals reichen schon wenige Veränderungen um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. So verbraucht z.B. eine Wärmepumpe gegenüber einer herkömmlichen Heizungsanlage nur ein Viertel der Energie. Hoffen wir das vielleicht durch den Energieausweis endlich ein Umdenken bei Hausbesitzern einsetzt und sie die energetische Sanierung ihrer Häuser angehen.

