Erst Wärmepumpe, dann Wärmedämmung
Für viele Häuslebauer ist es finanziell nicht möglich bei einer anstehenden Haussanierung eine Wärmepumpe und eine Wärmedämmung gleichzeitig zu finanzieren. Aus diesem Grunde stellt sich für viele die Frage: Zuerst die Wärmepumpe oder doch eine Wärmedämmung? In einem sehr guten Artikel beschäftigt sich energynet.de mit dieser Frage. Ich fasse hier nochmal fünf Punkte zusammen warum man sich zuerst für eine Wärmepumpe statt für eine Wärmedämmung entscheiden sollte.
- relative Heizkostenersparnis spricht für die Wärmepumpe
- Wärmedämmung nur im Komplettpaket (Dach, Wände, Fenster) wirklich sinnvoll
- beim teueren Vollwärmeschutz ist im Winter das regelmäßige Lüften eine regelmäßige Bedingung, da sonst Schäden durch Nässe entstehen können
- wer auf eine Wärmedämmung setzt ist weiterhin abhängig von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas, da die konventionelle Heizungsanlage weiterhin im Einsatz ist
- es fallen weiterhin Kosten für die Wartung und den Schornsteinfeger an
Kritiker wenden jetzt ein, dass die zuerst installierte Wärmepumpe bei einer nach Wärmedämmung unwirtschaftlich ist, da sie für einen höheren Energiebedarf ausgelegt wurde. Hierzu heißt es bei energynet.de:
Hierbei vergisst man jedoch, dass nach der Dämmung die Erdwärme in größerem Umfang zur Verfügung steht und sich Stromkosten für die Wärmepumpe überproportional zur Bedarfssenkung reduzieren. Die Amortisation der „zu großen“ Wärmepumpenheizung würde also nur unterproportional die Amortisationsdauer erhöhen.
Auch ist es von der Finanzierung her besser zuerst die bestehende Heizungsanlage gegen eine Wärmepumpe zu tauschen, da sich der Kapitaldienst z.B. bei einem Förderdarlehen durch die KfW durch die Energieersparnis begleichen lässt. Dies ist so bei einer Wärmedämmung, durch die geringe Effizienz nicht möglich.
