Intersolar 2009: Drei Tage mit Fokus auf Solarenergie
Vom 27. bis 29. Mai diesen Jahres steht München im Zeichen der Photovoltaik. Während dieser Zeit findet zum einen die Intersolar 2009 statt und zum anderen läuft die 5. SMET Advanced Photovoltaic Manufacturing Technology Conference. In der dreitägigen Konferenzserie geht es vor allem um die Zulieferer für Photovoltaikanlagen. Denn sie machen einen Großteil des Erfolges der Solaranlagen aus.
Nach der Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist der Anteil der Solarwirtschaft im vergangenen Jahr auf rund 4800 Megawatt gestiegen. Der Marktanteil deutscher Unternehmen lag dabei im Durchschnitt der Wertschöpfungsstufen bei etwa 20 Prozent. Die Konferenzserie wird organisiert von der Solarpraxis AG, der PV Group, der Solar Promotion GmbH und dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel).
Im Mittelpunkt der Diskussionen werden aktuelle Themen Photovoltaik- und Zuliefererindustrie stehen, so unter anderem Marktentwicklung, Liefersituation bei Materialien, Standardisierung, Fertigungstechnik, Qualitätssicherung, Finanzierung und technologische Entwicklungen. Auf der Konferenz werden aber ebenso Trends, brisante Entwicklungen sowie Herausforderungen für die Zuliefererbranche ein Themen sein.
Außerdem erhofft man sich Antworten auf die Fragen, wie die Installation und Nutzung von Photovoltaik die Wahl der Materialien und Produktkomponenten beinflussen oder ob eine Netzparität schneller erreicht werden kann, wenn neue Ideen und Technologien entlang der Wertschöpfungskette besser bekannt gemacht würden.
Somit richtet sich die 5. SMET Advanced Photovoltaic Manufacturing Technology Conference an alle Beteiligten der Photovoltaik-Industrie vom Zulieferer von Produktionsequipment und Rohstoffen über Vertreter von Zell- Wafer- und Modulherstellern bis zu Anlagenbauern, Automatisierern und Fabrikplanern. Auf der Intersolar 2009 bekommt die Zuliefererindustrie erstmals eine eigene Halle.
Logistikzentrum Minden: Musterbeispiel für ökologisches Bauen
In Linden (Hessen) steht ein Musterbeispiel an nachhaltigem Bauen und innovativen Ideen. Das große Abhollager der Firma Alternate Computerversand bietet nämlich nicht nur eine super Idee zur Erleichterung einer Bestellabholung, sondern ist auch noch ökologisch nachhaltig gebaut.
Die Abholung funktioniert eigentlich ganz einfach: der Kunde fährt mit seinem Auto durch ein Tor, dieses wird auf einer Drehbühne von den Angestellten beladen und kann direkt wieder herausfahren. So entfällt die sonst oft lästige Parkplatzsuche, das Schleppen der abgeholten Teile sowie das Verstauen im Kofferraum.
Aber die Investoren, die für den Bau immerhin rund 12 Millionen Euro ausgaben, haben noch weiter gedacht. Im gesamten Neubau gibt es keinen einzigen Lichtschalter. Denn das Haus erfasst selbstständig die Lichtverhältnisse im Raum sowie die Anwesenheit von Personen und passt die Helligkeit dementsprechend an. Den Strom bezieht das Haus aus Photovoltaikanlagen, die mit 2000 Solarmodulen verbunden sind.
Beheizt wird das Logistikzentrum Linden mittels Erdwärme. Im Sommer wird die Erdwärme zur Kühlung des Hauses benutzt. Auch die warme Abluft aus den Serverräumen wird weiter genutzt und dem Wärmekreislauf wieder zugeführt. Das Wasser bezieht die Firma Alternate wie in allen ihren Gebäuden aus Regenwasserzisternen.
Mit all diesen Überlegungen beweist die Firma Alternate in Linden, dass eine nachhaltige Bauweise nicht nur möglich ist, sondern auch zweckmäßig sein kann. Die Zeiten, in denen diese Art, Häuser zu bauen, als zu teuer und Öko-Freaks vorbehalten erschien, sind endgültig vorbei.
Interessieren auch Sie sich für eine nachhaltige und ökologische Bauweise für Ihr neues Haus oder möchten Sie ihr altes Haus umbauen? Dann besuchen Sie uns!
Erdwärme macht unabhängig
In Zeiten des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine, in denen keiner weiß, ob und wie lange das Gas fließen wird und in Zeiten schwindender Ölreserven sowie steigender Preise, gibt es einen Ausweg: Erdwärme.
Erdwärme macht unabhängig. Unabhängig von Gas und Öl und auch von Elektroheizungen. Jeden Tag werden es mehr, die unabhängig sein wollen. Im Speckgürtel von München, genauer in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim entsteht daher das erste “interkommunale Geothermie-Projekt”. Die Bewohner der drei Gemeinden können die Bauarbeiten daheim am Computer verfolgen: mit ständig aktualisierten Bildern im Internet.
Experten sind sich einig. Mit der Nutzung von Erdwärme ist eine Energiewende möglich. Unter der Erde liegen Millionen Liter heißes Wasser und damit millionenfach ungenutzte Energie. Ungünstig ist allerdings, dass die Bohrungen sehr teuer sind. Für die drei bayrischen Gemeinden fallen hier Kosten in Höhe von elf Millionen Euro an. Dafür haben sie zusammengelegt. Damit in Zukunft bis zu 6000 Gebäude mit Erdwärme versorgt werden können.
Um den Selbstversorgerstatus zu komplettieren, wird außerdem ein Biomasse-Kraftwerk gebaut und für den Winter ein Ölbrenner. Jeder Haushalt zahlt für den Anschluss mehr als 7000 Euro. Die Planer gehen davon aus, dass sich die Investitionen von insgesamt geschätzten 80 bis 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 auszahlen werden und das Projekt schwarze Zahlen schreiben wird.
Positiver Nebeneffekt der Kostensenkung für die Einwohner ist der Aspekt, dass eine Erdwärmeversorgung auch zum Klimaschutz beiträgt. Denn der wird in Bayern schon seit einiger Zeit groß geschrieben. So verwundert es denn auch nicht, dass mancher auch seine recht neue Öl- oder Gasheizung gegen eine Erdwärmeheizung austauschen lässt. Pro Jahr kann ein einzelner Haushalt mit Erdwärme soviel CO2 einsparen, wie eine Autofahrt von München nach Sydney ausstoßen würde. Das macht etwa drei bis vier Tonnen aus. Wohlgemerkt pro Haushalt.
Inzwischen interessieren sich nicht mehr nur einzelne Gemeinden oder Städte für Erdwärme, auch die großen Energieversorger sind hellhörig geworden. Sie haben das wirtschaftliche Potential erkannt, das in Erdwärme schlummert. Sie wollten sich am bayrischen Projekt beteiligen - doch die Gemeinden sagten ab, weil sie ihren Preis selbst bestimmen wollen.
Die Gewinne aus dem Projekt kommen den Gemeinden zugute. Sie zahlen weniger für die Energie und es fließt Geld in Kindergärten, Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen. Und das Projekt macht Schule: Mehr als 140 Anträge auf Erdwärmeerschließung hat das bayrische Wirtschaftsministerium bereits zur Vorlage.
GeoTechnikum Bochum erhält 11 Millionen Euro Förderung
Rund 11 Millionen Euro wird das Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen in den kommenden vier Jahren in die Errichtung des GeoTechnikums auf dem Universitätscampus in Bochum investieren. Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre beim Ausbau der Erdwärmenutzung, sollten nun auch in deutlich größeren Tiefen liegende Geothermiepotentiale nutzbar gemacht werden können, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben. „Die dazu erforderlichen Technologien sollen im GeoTechnikum Bochum ab sofort weiter entwickelt, erprobt und für die Anwendung vorbereitet werden“, sagte sie weiter.
Das Geld wird neben dem Aufbau der Infrastruktur hauptsächlich für die notwendige Spezial-Bohrtechnik (Coiled-Tubing) eingesetzt werden. Hiermit können auch in Tiefen von mehr als 1000 Metern Potentiale erschlossen werden. Entwickelt wurde sie in den USA für die Erdgas- und Erdölförderung. Für die Erdwärmenutzung will das GeoTechnikum eng mit der Industrie und hier vor allem mit Bohr- und Bergbauzulieferern zusammenarbeiten. Das Ziel ist die Versorgung auch großer Siedlungs- und Gebäudekomplexe mit Erdwärme.
Der Geologische Dienst hat ein geothermisches Informationssystem für das Ruhrgebiet erstellt. Mit Hilfe dieses Systems können Erdwärmepotentiale in bis zu 5000 Metern Tiefe nachgewiesen werden. Aufgabe des GeoTechnikum in Bochum wird nun sein, die Nutzung dieser Potentiale alltagstauglich umzusetzen und neue Technologien hierfür zur Marktreife zu führen.
Mini-Atommeiler als Lösung für unsere Energieprobleme
Die Firma Hyperion Power Generation will ab 2012 Mini-Atommeiler in Serie produzieren. Ein Mini-Atommeiler soll 10.000 Haushalte mit Atomstrom versorgen können. In der Promotion bewirbt die Firma ihr Produkt mit den Aussagen “Absolut sicher!” und “nahezu wartungsfrei”.
So ein Mini-Atommeiler ist nur wenige Meter groß und wird tief in der Erde vergraben. Einzig Leitungen die zu den versorgenden Haushalten führen lassen erahnen was sich unter dem Erdboden befindet. Noch ist es jedoch noch nicht soweit. Bevor die Serienproduktion der Mini-Atomreaktoren “Hyperion Power Module” beginnen kann erfolgt erst noch die Überprüfung durch die US-Behörden.
Völlig unzureichend sind im Moment noch Fragen wie die Entsorgung der verbrauchten Brennstäbe. Und mal ganz ehrlich, wer möchte schon einen Mini-Atomkraftwerk unter seinen Füßen wissen?
[via: energieblog.de]
Links vom 18.09.08
Norwegen als Vorbild bei erneuerbaren Energien
Norwegen könnte sich zur “Batterie Europas” entwickeln.
Heizungsoptimierung leicht gemacht
Bei der Heizungsanlage kommt es auf das optimale Zusammenspiel der einzelnen Komponenten an.
20 Prozent Heizkosten sparen
Ratgeber zum Senken der Heizkosten
Solarstrom für 4 Milliarden Menschen
Zwei Drittel der Weltbevölkerung könnten bis zumJahre 2030 mit Solarstrom versorgt werden
Suchmaschine nachhaltige Blogs
Aufgrund der aktuellen Diskussion der Vernetzung nachhaltiger Blogs ist ziemlich schnell Bewegung in die Sache gekommen. Rivva soll um grüne Themen erweitert werden und daraufhin wurde nun eine Liste erweitert die sich mit nachhaltigen Themen beschäftigen. Reto Stauss hat eine Suchmaschine für nachhaltige Blogs online gestellt. Mit der lassen sich alle in ihr gelisteten Blogs durchsuchen. So kann man z.B. schauen ob es zu einem Thema schon einen Artikel in einem anderen Blog gibt und sich ggf. darauf beziehen. Der Vorteil dabei wäre das so langsam aber stetig eine Vernetzung von nachhaltigen Blogs untereinander erfolgt und so die Sichtbarkeit der nachhaltigen Themen größer wird. Tolle Sache finde ich.
Erdwärme für Schüler
Was wissen Sie über Erdwärme? Haben Sie das Gefühl das Sie zu diesem Thema ausreichend informiert sind? Das Thema wird uns in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch mehr beschäftigen als heute. Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch. Deshalb ist es wichtig das unsere Kinder sich frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Geothermie (GtV-BV) wurde nun ein 52-seitigen Schülerarbeitsheft “GEOTHERMIE - Unser energischer Planet” erstellt welches eine Schülergruppe begleitet, die sich im Rahmen eines Referats mit den energetischen Möglichkeiten der Erdwärme (Geothermie) vertraut machen. Das Schülerheft richtet sich an die Schulklassen 7. bis 10. Darüber hinaus gibt es für Lehrer eine CD mit weiterführenden Informationen und Material zum Thema Erdwärme.
Das Schülerheft kann unter der Adresse:
Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie e.V.
Gartenstr. 36
49744 Geeste
Tel: 05907-545
Fax: 05907-7379
Email: info@geothermie.de
bezogen werden. Für eine Onlinebestellung nutzen Sie bitte den nachfolgenden Link.
www.geothermie.de/bestellung-schuelerb.htm
[via: das-energieportal.de]
Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA)
Die Energiepriese steigen und der Klimawandel schreitet unaufhörlich voran. Um den Klimawandel zu verlangsamen, stoppen wird man ihn nicht mehr können, bedarf es einer radikalen Umkehr bei der Energieerzeugung. Der Hauptfeind Nummer 1 des Klimawandels sind die CO2-Emissionen die durch fossile Brennstoffe wie Öl und Gas verursacht werden. Erneuerbare Energien stellen hier die einzige Alternative dar. Doch es reicht nicht die die erneuerbaren Energien nur in Deutschland auszubauen. Der Klimawandel schert sich nicht um Landesgrenzen. Bisher fehlt eine internationale Organisation die sich dieser Aufgabe annimmt.
Nun beabsichtigt die Bundesregierung zusammen mit anderen Staaten eine Internationale Agentur für Erneuerbare Energien kurz IRENA zu gründen. IRENA soll Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau von erneuerbaren Energien beraten und unterstützen. In einem Workshop der vom 30. Juni - 01. Juli 2008 in Berlin stattfand einigten sich rund 40 Länder auf die grundsätzlichen Strukturen der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien. Auch die Schwerpunkte mit der sich IRENA befassen soll sind schon klar. Das wird Kompetenzaufbau, Politikberatung und Technologietransfer sein. Im Herbst will man sich zu einer abschliessenden Vorbereitungskonferenz für IRENA treffen und Anfang 2009 den Statuten feierlich zustimmen und damit die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien gründen.
Links vom 25.06.08
Kollektorvergleiche
Ausführliche Betrachtung verschiedener Kollektoren (Röhrenkollektoren und Flachkollektoren).
Klimaschutzinitiative
Am 19.06. hat umweltminister Gabriel den Startschuss für die Klimaschutzinitiative gegeben - hier ein Kurzinfo.
Stromkraftwerke der Zukunft
Experten diskutieren in Gießen über Energiesysteme der Zukunft.
Arbeitsplätze durch Klimaschutz
Laut einer Studie entstehen durch die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung bis 2020 bis zu 500.000 neue Jobs.
Klimawandel in Süddeutschland (PDF)
Klimamonitoringbericht wie sich das Klima in Süddeutschland anhand verschiedener untersuchten Kenngrößen ändert.
